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Forschungszulage förderfähigkeit prüfen: Leitfaden und Umsetzung 2026

Tobias Schütz

Tobias Schütz

Co-Founder, Seedwise

1. Juni 202612 Min. Lesezeit
Forschungszulage förderfähigkeit prüfen: Leitfaden und Umsetzung 2026

Forschungszulage Förderfähigkeit prüfen heißt Stand 2026: Ein Unternehmen bewertet ein konkretes Forschungs- oder Entwicklungsvorhaben in 3 Prüfebenen – FuE-Eignung, Nachweisführung und operative Antragstauglichkeit. Entscheidend sind nicht Marketing-Neuheit oder Marktpotenzial, sondern ein abgrenzbares Projekt, technische oder wissenschaftliche Unsicherheit, ein planbarer Entwicklungsweg und belastbare Unterlagen. Die rechtliche Grundlage bildet das Forschungszulagengesetz; die fachliche Bescheinigung erfolgt über die Bescheinigungsstelle Forschungszulage.

Das Wichtigste in Kürze:
  • 3 Ebenen entscheiden: Förderfähigkeit, Nachweise und Umsetzung müssen getrennt geprüft werden, weil jede Ebene eigene Ablehnungs- oder Aufwandstreiber hat.
  • 5 Kernkriterien zählen: Projektabgrenzung, FuE-Frage, technische Unsicherheit, systematischer Entwicklungsweg und zuordenbare Kosten bilden die praktische Prüfmatrix.
  • 7 Schritte reichen für den Start: Projekt inventarisieren, FuE-Kern formulieren, Routineanteile trennen, Nachweise sammeln, Kosten zuordnen, BSFZ-Logik prüfen und steuerliche Umsetzung vorbereiten.
  • 2 Verfahrensteile trennen: Die fachliche Bescheinigung der FuE-Eignung und die steuerliche Festsetzung sind verschiedene Schritte mit unterschiedlichen Nachweisanforderungen.
  • 4 typische Risiken vermeiden: Zu breite Projektbeschreibung, fehlende Zeiterfassung, vermischte Routineentwicklung und unklare Verantwortlichkeiten schwächen die Förderfähigkeitsprüfung.

Für Gründer, CFOs, CTOs und Innovationsverantwortliche ist die erste Entscheidung nicht die Höhe einer erwarteten Förderung, sondern die Qualität der FuE-Argumentation. Das Bundesfinanzministerium zur Forschungszulage liefert den offiziellen Rahmen zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung. Eine belastbare Vorprüfung beginnt mit 1 Projektsteckbrief, 1 technischen Fragestellung und 1 Nachweisordner.

Aktueller Stand 2026: Die Prüfung sollte vor dem Antrag klären, welche Arbeitspakete tatsächlich FuE-Charakter haben und welche Tätigkeiten nur Implementierung, Customizing oder Produktpflege sind. Gerade bei Software, Hardware, KI-Funktionen, Plattformarchitektur und industrieller Prozessentwicklung entscheidet die Abgrenzung zwischen experimenteller Lösungssuche und Routinearbeit über die Tragfähigkeit der Argumentation.

Ein guter Startpunkt ist ein 5-Fragen-Snapshot: Welches Problem war technisch offen? Warum war der Lösungsweg unsicher? Welche Alternativen wurden getestet? Welche Personen arbeiteten an welchen Arbeitspaketen? Welche Dokumente belegen Entscheidungen, Tests und Ergebnisse? Diese 5 Fragen verdichten die Förderfähigkeitsprüfung, ohne Zahlen zu erfinden oder vorschnelle Förderversprechen abzuleiten.

KriteriumStarkes SignalSchwaches SignalPraktische Konsequenz
ProjektabgrenzungEin Vorhaben mit Ziel, Zeitraum, Rollen und ArbeitspaketenAllgemeine Produkt-Roadmap ohne FuE-KernProjekt zuerst zuschneiden
Technische UnsicherheitLösungsweg war offen und wurde experimentell bearbeitetBekannte Implementierung nach StandardmusterRoutineanteile trennen
NachweiseTickets, Tests, Protokolle, Zeiten und Kosten passen zusammenNur Präsentationen oder nachträgliche KurzbeschreibungDokumentationslücken schließen
VerfahrenBSFZ-Logik und steuerliche Festsetzung sind getrennt geplantAntrag wird nur als Formularaufgabe verstandenFach- und Finanzlogik verbinden
Entscheidungstabelle: 4 Kriterien zeigen, ob forschungszulage förderfähigkeit prüfen sofort tragfähig ist oder zuerst Projekt- und Nachweisarbeit braucht.

Definition: Was bedeutet forschungszulage förderfähigkeit prüfen?

Forschungszulage Förderfähigkeit prüfen ist die fachliche und dokumentarische Bewertung eines FuE-Vorhabens für die steuerliche Forschungszulage. Das Verfahren richtet sich auf Forschung und Entwicklung, nicht auf allgemeine Innovationsrhetorik. Maßgeblich sind Projektgrenze, FuE-Frage, Unsicherheit, systematischer Lösungsweg und belegbare Kostenzuordnung im Rahmen des Forschungszulagengesetzes.

Die Prüfung hat Stand 2026 2 feste Bezugspunkte: die fachliche Bescheinigung des Vorhabens und die spätere steuerliche Nutzung. Die BSFZ ist der zentrale fachliche Bezugspunkt für die Bescheinigung von FuE-Vorhaben. Erst danach wird die steuerliche Seite mit Kosten, Zuordnung und Finanzamtslogik belastbar vorbereitet.

Ein Vorhaben ist für die Vorprüfung besonders geeignet, wenn es eine technische oder wissenschaftliche Unsicherheit enthält, deren Lösung nicht nur aus Routinewissen folgt. Bei Softwareprojekten betrifft das häufig Architektur, Algorithmen, Datenverarbeitung, Skalierung, Schnittstellenkomplexität oder neuartige technische Verfahren. Bei Maschinenbau und Industrieprojekten betrifft es oft Materialverhalten, Prozessparameter, Prototyping oder experimentelle Validierung.

Auswahlkriterien: Welche 5 Kriterien entscheiden über eine belastbare Vorprüfung?

Eine belastbare Vorprüfung nutzt 5 Auswahlkriterien: FuE-Kern, Projektabgrenzung, technische Unsicherheit, Nachweisqualität und Kostenlogik. Diese Kriterien verhindern, dass ein Unternehmen nur nach Bauchgefühl entscheidet. Die IHK München ordnet die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung praxisnah ein und zeigt, dass fachliche Bewertung und steuerliche Umsetzung zusammen gedacht werden müssen.

Das IHK-München-Angebot zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung ist als Verbandskontext hilfreich, weil es Unternehmenspraxis, Förderlogik und Verfahren verbindet. Für die interne Prüfung heißt das: CTO, Finance, Produktleitung und Steuerberatung sollten denselben Projektzuschnitt verwenden, damit FuE-Argumentation und Kostenbasis nicht auseinanderfallen.

  • Kriterium 1 – FuE-Kern: Das Projekt braucht eine technische oder wissenschaftliche Fragestellung, die über reine Umsetzung hinausgeht.
  • Kriterium 2 – Projektgrenze: Zeitraum, Team, Ziel und Arbeitspakete müssen vom Tagesgeschäft trennbar sein.
  • Kriterium 3 – Unsicherheit: Der Lösungsweg durfte zu Beginn nicht trivial oder vollständig bekannt sein.
  • Kriterium 4 – Nachweise: Tickets, Protokolle, Tests, Zeitdaten und Kostenbelege müssen eine konsistente Kette bilden.
  • Kriterium 5 – Kostenlogik: Personalaufwand, Eigenleistungen und externe Leistungen müssen dem FuE-Anteil nachvollziehbar zugeordnet werden.

Für digitale Teams ergänzt ein 3-Punkte-Datencheck die fachliche Bewertung: Wer hat Zugriff auf Projekt- und Kostendaten? Wo liegen Tickets, Commits, Testprotokolle und Zeiterfassung? Wie werden sensible Unternehmensdaten geschützt? Der BSI IT-Grundschutz liefert den passenden Sicherheitskontext für den Umgang mit sensiblen Projekt- und Unternehmensdaten.

Ablauf / Funktionsweise: Welche 7 Schritte gehören zu forschungszulage förderfähigkeit prüfen?

Der Ablauf besteht aus 7 Schritten: Projektinventar, FuE-Hypothese, Routineabgrenzung, Nachweischeck, Kostenzuordnung, BSFZ-Vorbereitung und steuerliche Anschlussprüfung. Diese Reihenfolge ist wichtig, weil eine starke technische Story ohne Kostenbezug unvollständig bleibt. Umgekehrt helfen saubere Kostenlisten nicht, wenn der FuE-Kern fachlich unklar ist.

  1. Projektinventar erstellen: Alle relevanten Entwicklungsprojekte mit Ziel, Zeitraum, Team und Status erfassen.
  2. FuE-Hypothese formulieren: Die technische oder wissenschaftliche Unsicherheit als prüfbare Frage beschreiben.
  3. Routineanteile trennen: Wartung, Customizing, Standardimplementierung und reine Produktpflege ausklammern.
  4. Nachweise sammeln: Roadmaps, Tickets, Tests, Protokolle, Zeitdaten, Architekturentscheidungen und Ergebnisdokumente strukturieren.
  5. Kosten zuordnen: Personal, Eigenleistungen und externe Entwicklung entlang der Arbeitspakete plausibilisieren.
  6. BSFZ-Logik vorbereiten: Projektbeschreibung und FuE-Begründung auf die fachliche Bescheinigung ausrichten.
  7. Steuerliche Umsetzung abstimmen: Nach der fachlichen Einordnung die Geltendmachung mit Finanz- und Steuerprozessen verbinden.

Die IHK Düsseldorf zum Forschungszulagengesetz bietet zusätzlichen Unternehmenskontext zur Verfahrenslogik. Für die Praxis bedeutet das: Ein Unternehmen sollte nicht erst im Finanzteam starten, sondern die technische Projektbeschreibung zuerst mit den Entwicklungsteams klären. Danach lässt sich der steuerliche Teil deutlich sauberer vorbereiten.

Die Förderdatenbank des Bundes ist ein offizieller Ausgangspunkt, wenn die Forschungszulage in eine breitere Förderstrategie eingeordnet wird. Sie ersetzt keine FuE-Prüfung, hilft aber bei der Programmorientierung. Für ein Unternehmen mit mehreren Innovationsvorhaben ist diese Einordnung nützlich, um Doppelarbeit bei Projektsteckbriefen und Nachweisen zu vermeiden.

Kosten/Nutzen: Wann lohnt sich die Förderfähigkeitsprüfung wirtschaftlich?

Die Kosten/Nutzen-Frage lässt sich nicht über eine pauschale Zahl beantworten, sondern über 4 Aufwandstreiber: Anzahl der Projekte, technische Komplexität, Qualität vorhandener Nachweise und interne Verfügbarkeit. Ein kleines Team mit sauberer Zeiterfassung kann schneller prüfbar sein als ein größeres Team mit vielen ungeordneten Entwicklungssträngen. Nutzen entsteht vor allem durch frühere Klarheit und weniger Reibung im Verfahren.

Der größte Nutzen liegt in der Sortierung vor dem Antrag: förderfähige Projektteile erkennen, schwache Bestandteile ausklammern, Nachweise rechtzeitig ergänzen und Verantwortlichkeiten festlegen. Der Aufwand liegt in Interviews mit Entwicklung und Finance, Aufbereitung technischer Unsicherheiten, Prüfung der Dokumente und Abgleich mit Kostenarten. Eine Vorprüfung spart keine Sorgfalt, sondern lenkt sie auf die richtigen Punkte.

Für Startups ist der Nutzen zusätzlich strategisch: Die Forschungszulage ist eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung und kein Investorengespräch. Der Bitkom Startup und Scaleup Policy Check liefert Branchenkontext zu innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen für Startups und Scaleups. Für Finanzierungsplanung bleibt trotzdem entscheidend, ob das einzelne Projekt dokumentierbar ist.

OptionGeeignet fürNutzenHauptgrenze
Interne Schnellprüfung1 klares Projekt mit guter DokumentationSchnelle Einschätzung ohne externen AbstimmungsaufwandRisiko einer zu optimistischen FuE-Bewertung
Fachliche Vorprüfung2 bis 5 Entwicklungsstränge mit unklarer AbgrenzungSauberer Zuschnitt von FuE- und RoutineanteilenDatenqualität bleibt erfolgskritisch
DokumentationscheckTeams mit Tickets, Zeiterfassung und KostenstellenAbgleich von technischer Story und NachweislogikSchwache technische Unsicherheit wird nicht ersetzt
Komplette BegleitungUnternehmen mit knapper interner Zeit oder mehreren StakeholdernKoordination von Fach-, Finanz- und VerfahrenslogikInterner Input bleibt notwendig
Vergleich von 4 Vorgehensweisen: Die passende Option hängt von Projektanzahl, Dokumentationsreife und internem Zeitbudget ab.

Praxisbeispiele: Wie sieht förderfähige und nicht förderfähige Projektlogik aus?

Beispiel 1 – B2B-SaaS: Ein Team entwickelt eine Matching-Logik, deren technische Zielgenauigkeit zu Beginn offen ist. Förderfähig ist nicht die Idee einer besseren Plattform, sondern der experimentelle Entwicklungsanteil mit Hypothesen, Tests und dokumentierten Iterationen. Nicht tragfähig ist dagegen nur die Implementierung bekannter Standardfunktionen ohne technische Unsicherheit.

Beispiel 2 – Maschinenbau: Ein Unternehmen testet neue Prozessparameter für ein Produkt, weil Materialverhalten und Stabilität im Zielprozess unklar sind. Förderfähig kann der experimentelle Erkenntnis- und Entwicklungsanteil sein, wenn Ziel, Versuchsaufbau, Fehlschläge und Ergebnisse dokumentiert werden. Nicht ausreichend ist eine normale kundenspezifische Anpassung nach bewährter Methode.

Beispiel 3 – KI-gestützte Produktfunktion: Ein Startup entwickelt eine technische Pipeline, bei der Datenqualität, Modellverhalten und Integrationsstabilität nicht nach Standardmustern lösbar sind. Tragfähig wird die Prüfung erst durch Nachweise wie Testprotokolle, Architekturentscheidungen, Sprint-Tickets und Zeitzuordnung. Reine Nutzung eines bestehenden Tools ohne eigene technische Unsicherheit reicht dafür nicht.

Risiken und Grenzen: Welche 6 Fehler schwächen die Förderfähigkeitsprüfung?

Die wichtigsten Grenzen entstehen nicht durch fehlende Begeisterung für Innovation, sondern durch schwache Abgrenzung. 6 Fehler treten besonders häufig auf: Das Projekt ist zu breit, die technische Unsicherheit ist unklar, Routineentwicklung wird nicht getrennt, Nachweise fehlen, Kosten werden pauschal geschätzt und Verantwortlichkeiten sind ungeordnet. Diese Fehler lassen sich vor dem Antrag gezielt beheben.

  • Fehler 1: Die Produktvision ersetzt die konkrete FuE-Frage.
  • Fehler 2: Ein ganzes Unternehmen wird als innovativ beschrieben, aber kein einzelnes Vorhaben abgegrenzt.
  • Fehler 3: Standardentwicklung, Wartung und Customizing werden mit experimenteller Entwicklung vermischt.
  • Fehler 4: Zeitaufwände stehen nicht in Beziehung zu Arbeitspaketen und technischen Meilensteinen.
  • Fehler 5: Externe Entwicklung wird nicht sauber in die Projektlogik eingeordnet.
  • Fehler 6: Steuerliche Umsetzung startet, bevor die fachliche FuE-Eignung belastbar beschrieben ist.

Eine Förderfähigkeitsprüfung ersetzt keine individuelle Steuerberatung und keine behördliche Entscheidung. Sie schafft eine strukturierte Grundlage, damit Unternehmen wissen, welche Unterlagen tragfähig sind und welche Lücken vor dem Verfahren geschlossen werden müssen. Der Pressekodex des Deutschen Presserats ist hier kein Fördermittelmaßstab, erinnert aber an den Wert klarer, sauber abgegrenzter und nicht irreführender Darstellung.

Für externe Kommunikation und Investor- oder Stakeholder-Unterlagen gilt dieselbe Sorgfalt: Förderfähigkeit sollte nicht als planbar dargestellt werden, bevor Bescheinigung und steuerliche Einordnung abgeschlossen sind. Die Deutsche Public Relations Gesellschaft steht als Branchenkontext für professionelle Kommunikationspraxis. Im Förderkontext heißt das: intern präzise dokumentieren und extern keine überzogenen Erwartungen formulieren.

Wann ist Seedwise für forschungszulage förderfähigkeit prüfen sinnvoll?

Seedwise ist eine passende Option, wenn ein Startup oder Unternehmen FuE-nahe Produktentwicklung betreibt und die Prüfung von Förderfähigkeit, Nachweisen und Antragsschritten nicht vollständig intern leisten will. Sinnvoll ist das besonders bei Software-, KI-, Hardware- oder Plattformprojekten, in denen CTO, Finance und Geschäftsführung wenig Zeit für Förderlogik und Dokumentationsaufbau haben.

Der praktische Fit liegt in 3 Situationen: mehrere Entwicklungsstränge müssen getrennt werden, technische Unsicherheit muss verständlich formuliert werden oder vorhandene Tickets, Roadmaps und Kosteninformationen müssen in eine prüfbare Struktur gebracht werden. In solchen Fällen unterstützt Seedwise bei der Forschungszulage, ohne die fachliche Verantwortung des Unternehmens zu ersetzen.

Entscheidend bleibt auch bei externer Unterstützung die Zuarbeit aus dem Unternehmen. Entwicklungsteams müssen erklären, welche Probleme technisch offen waren, welche Lösungswege getestet wurden und welche Nachweise existieren. Finance oder Steuerberatung müssen Kostenarten, Zeiträume und Buchungslogik einordnen. Externe Prozessführung ist nur tragfähig, wenn die Projektrealität nachvollziehbar beschrieben wird.

Wann ist Seedwise bei forschungszulage förderfähigkeit prüfen nicht die richtige Wahl?

Seedwise ist nicht die richtige Wahl, wenn ausschließlich Routineentwicklung, einfache Implementierung, Standard-Customizing oder normale Produktpflege vorliegt. Eine externe Begleitung schafft keine FuE-Eignung, wenn das Projekt fachlich keine technische oder wissenschaftliche Unsicherheit enthält. In diesem Fall ist eine kurze interne Negativprüfung sinnvoller als ein ausführlicher Antragsprozess.

Auch Unternehmen mit eigener Förderabteilung, sauberer FuE-Dokumentation, belastbarer Zeiterfassung und freien internen Kapazitäten brauchen nicht zwingend externe Unterstützung. Für sie reicht oft eine interne Prüfung entlang der 5 Kriterien und ein punktueller Steuerabgleich. Externe Hilfe lohnt sich vor allem, wenn Koordination, Abgrenzung oder Nachweisaufbau den Engpass bilden.

Checkliste: Welche Unterlagen sollten vor der Prüfung bereitliegen?

Eine gute Checkliste reduziert Rückfragen, weil sie technische und finanzielle Informationen zusammenführt. Vor der Prüfung sollten mindestens 8 Unterlagen oder Datenpunkte bereitliegen: Projektbeschreibung, Zielsetzung, technische Unsicherheit, Arbeitspakete, Zeiträume, beteiligte Personen, Nachweise und Kosteninformationen. Diese Struktur macht schnell sichtbar, ob ein Antrag vorbereitet werden kann oder Vorarbeit nötig ist.

  • 1. Projektsteckbrief: Ziel, Zeitraum, Team, technischer Kontext und erwartetes Ergebnis.
  • 2. FuE-Frage: Formulierung der technischen oder wissenschaftlichen Unsicherheit.
  • 3. Arbeitspakete: Entwicklungsphasen, Meilensteine, Experimente, Tests und Entscheidungen.
  • 4. Routinetrennung: Abgrenzung von Wartung, Implementierung, Kundensupport und Produktpflege.
  • 5. Nachweise: Tickets, Protokolle, Testdaten, Architekturentscheidungen, Sprint-Planung und Ergebnisdokumente.
  • 6. Personen: Rollen, Verantwortlichkeiten und Zuordnung zu Arbeitspaketen.
  • 7. Kostenlogik: Personalkosten, Eigenleistungen und externe Leistungen mit Projektbezug.
  • 8. Verfahrensplanung: Zuständigkeiten für BSFZ-Unterlagen, Steuerabgleich und interne Freigaben.

Stand 2026 ist diese Checkliste auch für frühe Startups nützlich, die noch keine perfekte Dokumentationsroutine haben. Tickets, Roadmaps, Commits und technische Entscheidungen können eine gute Ausgangsbasis bilden, wenn sie sauber auf Arbeitspakete bezogen werden. Schwach bleibt eine Prüfung, wenn technische Entwicklung erst nachträglich pauschal als FuE beschrieben wird.

Häufige Fragen (FAQ) zu forschungszulage förderfähigkeit prüfen

Die folgenden Antworten fassen die wichtigsten Entscheidungen kurz zusammen. Sie ersetzen keine Einzelfallprüfung, geben aber eine klare Orientierung für Gründer, CTOs, CFOs und Innovationsverantwortliche.

Was sollte man bei forschungszulage förderfähigkeit prüfen zuerst prüfen?

Zuerst sollte das konkrete FuE-Vorhaben abgegrenzt werden: Ziel, Zeitraum, Team, technische Unsicherheit und Arbeitspakete. Ohne Projektgrenze bleibt die Förderfähigkeitsprüfung zu allgemein und die spätere Kostenlogik unscharf.

Ist jede Softwareentwicklung für die Forschungszulage förderfähig?

Nein, nicht jede Softwareentwicklung ist förderfähig. wichtig ist, ob ein technisches Problem mit offenem Lösungsweg systematisch bearbeitet wurde und ob Routineentwicklung, Standardimplementierung und Produktpflege klar getrennt sind.

Welche Nachweise sind bei der Prüfung besonders wichtig?

Wichtig sind Nachweise, die technische Entwicklung und Kostenbezug verbinden: Projektsteckbrief, Tickets, Tests, Protokolle, Architekturentscheidungen, Zeitdaten und Kosteninformationen. Einzelne Präsentationen reichen meist nicht aus, wenn sie keine nachvollziehbare Entwicklungskette zeigen.

Welche Rolle spielt die BSFZ?

Die BSFZ ist der zentrale fachliche Bezugspunkt für die Bescheinigung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Forschungszulage-Verfahren. Die fachliche Bescheinigung ist von der steuerlichen Festsetzung zu unterscheiden.

Wann lohnt sich externe Unterstützung?

Externe Unterstützung lohnt sich, wenn mehrere Projekte, unklare FuE-Abgrenzung, knappe interne Zeit oder lückenhafte Dokumentation vorliegen. Sie ist weniger sinnvoll, wenn ein Unternehmen bereits starke interne Förderexpertise und belastbare Projektakten hat.

Was sind die häufigsten Risiken bei der Förderfähigkeitsprüfung?

Häufige Risiken sind zu breite Projektbeschreibungen, fehlende technische Unsicherheit, vermischte Routineanteile, schwache Zeiterfassung und pauschale Kostenzuordnung. Diese Risiken sollten vor dem Antrag sichtbar gemacht und bearbeitet werden.

Kann eine innovative Geschäftsidee allein förderfähig sein?

Nein, eine innovative Geschäftsidee allein genügt nicht. Geprüft wird ein konkretes FuE-Vorhaben mit technischer oder wissenschaftlicher Unsicherheit, systematischer Bearbeitung und belastbaren Nachweisen.

Was ist der nächste sinnvolle Schritt?

Der nächste sinnvolle Schritt ist ein fokussierter Fit-Check mit 5 Kriterien: Projektabgrenzung, FuE-Frage, Unsicherheit, Nachweisqualität und Kostenlogik. Danach lässt sich entscheiden, ob interne Prüfung, fachliche Vorprüfung oder vollständige Begleitung sinnvoll ist.

Fazit: Wie gelingt forschungszulage förderfähigkeit prüfen ohne Umwege?

Forschungszulage Förderfähigkeit prüfen gelingt, wenn Unternehmen Stand 2026 zuerst den FuE-Kern klären und erst danach Antrag, Kostenlogik und operative Umsetzung planen. Die stärkste Grundlage entsteht durch 5 Kriterien, 7 Prozessschritte und eine saubere Trennung von FuE- und Routineanteilen. Wer Nachweise früh strukturiert, reduziert Rückfragen und trifft eine bessere Entscheidung über interne Umsetzung oder externe Unterstützung.

#forschungszulage förderfähigkeit prüfen
Tobias Schütz

Über den Autor

Tobias Schütz

Co-Founder, Seedwise

LinkedIn

Tobias Schütz ist Serienunternehmer und Co-Founder von Seedwise. Er hat fünf Unternehmen aufgebaut — darunter ein Health-Tech-Startup mit siebenstelliger Finanzierung und über 50.000 Kunden. Absolvierte das Innovationsprogramm der Harvard Business School. Die eigene Erfahrung mit einer Förderagentur, die Monate brauchte und kaum kommunizierte, hat ihn bewogen, Seedwise zu gründen: Innovationsförderung, die so funktioniert, wie Gründer es sich wünschen.